Corona-Krise: Schwächen im Bildungssystem werden aufgedeckt; GEW

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Corona-Krise: Schwächen im Bildungssystem werden aufgedeckt

Investitionsstau, der Mangel an Lehrkräften sowie ErzieherInnen und der schleppende Prozess, die Bildung für das digitale Zeitalter fit zu machen – all das verdeutliche vor allem jetzt während der Corona-Krise die politischen Versäumnisse der letzten Jahre. Nach Auffassung der Vorsitzenden der GEW, Marlis Tepe, werden deshalb gerade jetzt die Schwächen des Bildungssystems in Deutschland gnadenlos aufgedeckt. So sei die Bildung seit mindestens 20 Jahren sträflich vernachlässigt worden. Aktuelle Probleme, den geforderten Hygiene- und Infektionsschutz sicherzustellen, hängen dabei nach Einschätzung Tepes auch mit fehlenden Investitionen in die Schulen zusammen. Maßnahmen und Potenziale, die die Digitalisierung für Schulen und somit für Bildung bietet, seien zu zögerlich angegangen bzw. wenig ausgeschöpft worden. Zudem ist man sehenden Auges in einen dramatischen Lehrkräfte- und Fachkräftemangel in den Kitas

 

hineingesteuert, betonte die GEW-Vorsitzende. Besonders kritisch sei für Tepe, dass sich angesichts der Corona-Krise die soziale Spaltung in Deutschland mit den Fernunterricht verschärfe. „Kinder aus armen Familien sind schlechter mit digitalen Medien ausgestattet, sie müssen in beengten Wohnverhältnissen lernen. Dieses Problem muss unverzüglich gelöst werden.“ Es braucht zusätzliche Ressourcen, die nach Sozial-Index vergeben werden, unterstrich Tepe.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2020

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