Alexander Boettcher, Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Krise offenbart uns schonungslos die vielen Baustellen und Probleme im öffentlichen Dienst: ob Personalmangel, schlechte (IT-)Ausstattung in Behörden oder der nach wie vor unbefriedigende Stand der Digitalisierung von Fachverfahren. Während für viele Beschäftigte die ohnehin angespannte Lage dadurch noch verschärft wird, etwa bei den Polizei- und Rettungskräften oder in den Gesundheitsämtern, stehen einige Bereiche zwangsweise nahezu still.

Etwa die Justiz. Soziale Kontakte vermeiden, 1,5 Meter Abstand halten – bei den meisten Gerichtsverhandlungen nicht sehr realistisch. Viele Verfahren pausierten oder pausieren immer noch. Das Gros der Arbeit staut sich also weiter und weiter. Bei einem ohnehin dünnen Personaltableau sind weitere Überstunden in der Justiz schon jetzt vorprogrammiert. Digitalisierte Prozesse könnten auch hier für Entlastung sorgen, Einsatzmöglichkeiten gibt es einige. Etwa die elektronische Akte, deren Einführung aktuell bundesweit umgesetzt wird.

Im aktuellen Titel haben wir uns daher genauer angeschaut, wie der Stand bei der Umsetzung ist, welche Möglichkeiten dadurch entstehen, aber auch welche Risiken existieren.

Ob die aktuelle Krise die Digitalisierung der Justiz beschleunigt, bleibt abzuwarten.

Bleiben Sie gesund

Alexander Boettcher
Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 05/2020

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