Kriminalität in Deutschland weiter rückläufig; Polizeiliche Kriminalstatistik 2019

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Kriminalität in Deutschland weiter rückläufig

Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten ist 2019 erneut gesunken. Das geht aus der bundesweiten Kriminalstatistik hervor, die das Bundeskriminalamt (BKA) Ende März veröffentlichte. Demnach wurden 2019 rund 5,27 Millionen Straftaten von der Polizei erfasst. Das entspricht einem Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Dabei haben sich im letzten Jahr bestimmte Kriminalitätsbereiche unterschiedlich entwickelt. Die Diebstahlskriminalität etwa ging auch 2019 weiter zurück. Ursächlich dafür sind vor allem der Rückgang des Wohnungseinbruchsdiebstahls um 10,6 Prozent, aber auch des Taschendiebstahls (minus 9,7 Prozent) beziehungsweise des Diebstahls von Kraftfahrzeugen (minus 10,2 Prozent). Auch die erfassten Straftaten der Wirtschaftskriminalität sanken um 19,9 Prozent zurück. Im Gegenzug wurde bei der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ein starker Anstieg um 64,6 Prozent festgestellt.

Ebenfalls erneut gestiegen sind Straftaten gegenüber Polizeivollzugs- und Rettungskräften. Während 2018 bereits mit 85.151 Straftaten ein Negativrekord erreicht worden war, stiegen diese 2019 auf 88.360. Für den neuerlichen Anstieg verantwortlich sind insbesondere die Straftatengruppen „Bedrohung“ mit einem Anstieg von 5,7 Prozent auf 4.414 (2018: 4.176) sowie „tätlicher Angriff“ mit einem Anstieg von 20,9 Prozent auf 26.176 (2018: 21.651) erfassten Vorfällen.

„Der Trend geht weiter. Auch 2019 haben Übergriffe und Respektlosigkeiten gegenüber Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr stark zugenommen. Gerade in Zeiten von Corona gehören diese Berufsgruppen mit zu den besonders belasteten im täglichen Einsatz für uns alle. Politik und Gesellschaft sollten sich nach der Krise daran erinnern, dass der Schutz der Beschäftigten, auf die wir uns alle täglich verlassen, oberste Priorität haben muss!“, kritisiert die stellvertretende Vorsitzende des DGB, Elke Hannack den erneuten Anstieg der Übergriffe auf Polizei und Rettungskräfte.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2020

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