Gewaltbereitschaft steigt; Sachsen-Anhalt

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Gewaltbereitschaft steigt

In Sachsen-Anhalt werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und privatisierter Bereiche zunehmend Opfer von Gewalt. Zwar sind die Opferzahlen in Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich – auch aufgrund einer geringeren Bevölkerungsanzahl und dementsprechend weniger PolizeibeamtInnen – niedriger, als in anderen Bundesländern, doch nehmen sie auch hier stetig zu. Von 2013 bis 2018 ist die Opferzahl um 300 auf 1.470 Fälle pro Jahr gestiegen. Ein Plus von 20 Prozent. Die Folgen sind laut DGB Sachsen-Anhalt in vielen Fällen Krankschreibungen, Schlafstörungen und psychotherapeutische Behandlungen. Die Gründe für die zunehmende Gewalt wären vielfältig. Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst und des privatisierten Sektors müssten als ein Teil der Erklärung mit in den Blick genommen werden. Denn Überarbeitung auch aufgrund von zu wenig Personal, schlechte Ausstattung und unzureichende Schulungen bestimmten den beruflichen Alltag von vielen Beschäftigten. Der Rückzug des Staates und unzureichende Investitionen trugen nach Einschätzung des DGB Sachsen-Anhalt ebenso zu dieser Fehlentwicklung bei. Aus dessen Sicht ist es zwingend geboten, neben Präventivmaßnahmen auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern, indem mehr investiert und mehr Personal eingestellt wird.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2020

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