Erhebung des Unterrichtsausfalls – kein realistischer Blick; Baden-Württemberg

.

Erhebung des Unterrichtsausfalls – kein realistischer Blick

Mehrmals im Jahr führt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) eine Vollerhebung der Unterrichtssituation an allen Schulen des Landes durch. Nun verkündete sie erneut, dass an den Grundschulen und an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit Förderschwerpunkt Lernen am wenigsten Unterricht ausgefallen sei und erweckt damit einen völlig falschen Eindruck, so die GEW Baden-Württemberg. In Wirklichkeit hätten diese Schulen die schlechteste Unterrichtsversorgung, könnten aber die Kinder nicht heimschicken. Fehlende Lehrkräfte werden vor allem durch Klassenzusammenlegungen (Grundschule 35,4 Prozent, SBBZ 61,5 Prozent) und Mehrarbeit kompensiert. Die Schulverwaltung wurde inzwischen verpflichtet, Schulleitungen mit überdurchschnittlichem Ausfall

Foto: istockphoto.de/evirgen

Maßnahmen vorzuschlagen wie zum Beispiel Lehrkräften Hohlstunden in den Stundenplan einzubauen und die Teilnahme an Fortbildungen an Unterrichtstagen zu überprüfen. Offensichtlich führen die regelmäßigen Kontrollen zumindest in den Erhebungswochen zu größerer Verschleierung des Lehrermangels. „Die tatsächliche Ursache, der Lehrkräftemangel, wird nicht angegangen“, bedauert die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2020

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2020