Henriette Schwarz, Abteilungsleiterin, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

stellen Sie sich einmal vor: Sie beginnen früh morgens als Krankenpflegerin oder Krankenpfleger Ihren Dienst in der Rettungsstelle. Gott sei Dank, Sie haben die Nacht gut geschlafen, haben Kraft für den vor Ihnen liegenden Tag sammeln können und sind guter Dinge, trotz einer bereits bis hierhin anstrengenden Arbeitswoche. Sie kümmern sich um die PatientInnen, sind freundlich und verrichten Ihre Arbeit. Bei einem Patienten müssen Sie eine Wunde versorgen. Bereits dabei bemerken Sie, dass der Patient Ihnen gegenüber eine aggressive Haltung hat. Sie gehen Ihrer Arbeit nach, sind höflich aber bestimmt. Mehr und mehr kippt die Stimmung. Sie werden beschimpft, warum alles so lange daure, werden bespuckt und gar noch bedroht.

Für viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst und privatisierten Sektor sind solche und ähnliche Geschehnisse keine Einzelfälle mehr.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wollen mit der bundesweiten Initiative Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch genau darauf aufmerksam machen. Die Auftaktveranstaltung fand am 19. Februar in Berlin statt. Mehr dazu finden Sie auf www.dgb.de/mensch. Zudem widmen wir uns in der Märzausgabe des BM ausführlich dem Thema Gewalt gegen Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft.

Henriette Schwarz
Abteilungsleiterin, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 02/2020

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