Außerordentlicher Gewerkschaftstag der EVG; Gewerkschaften


Außerordentlicher Gewerkschaftstag der EVG

Vom 12. bis 13. November fand in Fulda der außerordentliche Gewerkschaftstag der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) statt. Politische Botschaften, emotionale Abschiede und Aufbrüche haben den ersten Tag geprägt. Am zweiten Tag standen aktuelle Themen der Gewerkschaft im Mittelpunkt.

Eine Ära endet

Nach vielen Jahren im Amt hat Alexander Kirchner sein Mandat als Vorsitzender der EVG niedergelegt. Ebenso seine Stellvertreterin Regina Rusch-Ziemba. „Wir haben fertig“, so ihr gemeinsamer Abschiedsspruch an die Delegierten des außerordentlichen Gewerkschaftstages. Beide erfülle es mit Stolz, so viele Jahre für die EVG tätig gewesen zu sein. Der amtierende Bundesvorstand hatte dem Gewerkschaftstag einen Vorschlag zur Ersatzwahl für die ausscheidenden Mitglieder gemacht, mit deren Annahme es gelang, den Geschäftsführenden Vorstand um neun Jahre zu verjüngen.

Neuer Vorsitzender

Torsten Westphal ist neuer Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Er wurde mit 90,7 Prozent zum Nachfolger von Alexander Kirchner gewählt, der sein Mandat nach neun Jahren als Vorsitzender aus Altersgründen zurückgegeben hatte. Westphal ist 1966 in Rostock geboren und seit Beginn der 80er Jahre bei der Bahn. In seiner Antrittsrede wandte er sich gegen Lohndumping im Verkehrssektor, das Folge der Ausschreibungen von Verkehrsverträgen durch die Länder sei. Zudem betonte er, dass das Motto der EVG Wir leben Gemeinschaft über die EVG hinaus erweitert werden müsse – auf ein Netzwerk, zu dem z. B. die Stiftungsfamilie, mobifair, die Allianz pro Schiene und andere gehören. Dieses Netzwerk müsse für die EVG-Mitglieder einen Mehrwert bieten und die EVG solle das Tor zu diesem Netzwerk sein, so Westphal.

Neuer Vorstand gewählt

Der neue Vorstand der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wurde im Rahmen des Gewerkschaftstages gewählt. Martin Burkert wurde von den Delegierten zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Klaus-Dieter Hommel bleibt als Stellvertreter im Amt. Neue Bundesgeschäftsführerin ist Cosima Ingenschay. Als ein weiteres Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands wurde Kristian Loroch gewählt. 

Neuer Vorstand – v.l. Torsten Westphal, Kristian Loroch, Cosima Ingenschay, Klaus-Dieter Hommel, Martin Burkert

Appell an die Politik

Der neue Vorsitzende Torsten Westphal und Bundesjugendleiter Hussein Khamis nutzten den außerordentlichen Gewerkschaftstag, um einen klaren Appell an die Politik zu richten: „Wir brauchen mehr Bahn für die Menschen und für den Klimaschutz!“ Eine ökologische Verkehrswende sei dringen erforderlich, um den Klimawandel aufzuhalten. Die Schiene müsse dabei das Verkehrsmittel der Zukunft werden. Eine leistungsfähige Infrastruktur, mehr Züge und vor allem gut ausgebildetes Personal seien dabei die Grundvoraussetzungen. Die PolitkerInnen müssten sich bewusst sein, das sie jetzt mit dem Bundeshaushalt 2020 und den Klimagesetzen die Voraussetzungen für die Zukunft festlegen.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2019

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