Bund weiter mangelhaft; Gleichstellungsindex 2018

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Bund weiter mangelhaft

Der Anteil von Frauen an Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden (ohne Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) ist weiterhin niedrig. Das ergab der aktuelle Gleichstellungsindex 2018, den das Statistische Bundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veröffentlicht hat. So betrug der Frauenanteil an Führungspositionen in besagten Behörden im letzten Jahr 34,3 Prozent (Stichtag 30.06.2018). Sogar noch unter diesem Durchschnittswert lagen elf der 23 obersten Bundesbehörden. Schlusslichter sind das Auswärtige Amt mit lediglich 20 Prozent, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationstechnik mit 25 Prozent sowie das Ministerium der Finanzen mit 27 Prozent. Den höchsten Frauenanteil kann das BMFSFJ mit 60 Prozent aufweisen, gefolgt vom Bundesverfassungsgericht mit 54 Prozent. „Seit 2015 ist der Frauenanteil an Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden um gerade einmal 1,7 Prozentpunkte gestiegen. Bei einem solchen Entwicklungstempo stellt sich die berechtigte Frage, wie die Bundesregierung die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes bis 2025 noch erreichen will. Dazu hat sie sich schließlich im Koalitionsvertrag verpflichtet. Die gesetzliche Fixierung dieses Ziels im Bundesgleichstellungsgesetz allein wird nicht genügen. Das Problem muss vielmehr endlich als Problem erkannt werden.“, so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack anlässlich der Veröffentlichung des Index.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2019

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