Kein Ende in Sicht; Bund

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Kein Ende in Sicht

22 Millionen Überstunden

Zu Beginn des neuen Jahres hat die GdP die aktuelle Zahl an Überstunden präsentiert, die PolizistInnen der Bundespolizei und der Länderpolizeien geleistet haben. Insgesamt seien, das Jahr 2018 eingeschlossen, 22 Millionen Überstunden zusammen gekommen. Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte GdP-Chef Oliver Malchow die Ursachen des riesigen Überstundenbergs: „Die permanenten Dauereinsätze bei polizeilichen Großlagen bringen die Polizistinnen und Polizisten in Deutschland immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.“ Die politische und gesellschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren sei im Hinblick auf die Sicherheitslage und die Konsequenzen für die Polizei von der Politik in Bund und Ländern falsch eingeschätzt worden. Allein in Berlin zähle die Versammlungsbehörde jährlich mittlerweile zwischen 4.500 bis 5.000 Demonstrationen und Kundgebungen. Damit habe sich deren Zahl im Vergleich zu 2008 in der Hauptstadt fast verdoppelt. Hinzu kämen die vielen Einsätze an Fußball-Wochenenden, an denen statistisch gerechnet mehr als 1.700 PolizistInnen ausschließlich mit dem Schutz von Fußballspielen der drei Profiligen einschließlich An- und Abreise der Fans beschäftigt seien. Permanente 12-Stunden-Schichten, Wochenend-Bereitschaften und Dauereinsätze belasten die BeamtInnen stark. Ein zeitnaher Abbau der Überstunden sei allerdings so gut wie ausgeschlossen. „Wir rechnen fest damit, dass sich die Lage auch in Zukunft nicht entspannen, sondern eher noch verschärfen wird“, so Malchow. Der Grund: Bis 2021 würden etwa 44.000 KollegInnen in Pension gehen. „Das ist fast jeder sechste Polizist“, schilderte Malchow. Die Länder würden zwar neue Stellen aufbauen, aber die reichen bei weitem nicht aus, um diese Lücke zu schließen.

Quelle: Beamten-Magazin 01/2019

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