Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Editorial

.

Foto: DGB/Simone M. Neumann

Elke Hannack
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Liebe Leserinnen und Leser,

Vielfalt in der Arbeitswelt muss gestaltet werden. Da ist erfreulich, dass 77 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Bemühungen um Vielfalt im Arbeitsleben begrüßen. Das ergibt eine im Auftrag des DGB durchgeführte Forsa-Umfrage. Umso bedauerlicher, dass Programme, die auf einen diskriminierungsfreien und wertschätzenden Umgang mit Unterschiedlichkeiten abzielen, in vielen Dienststellen offenbar fehlen. Auch darauf lässt das Umfrageergebnis schließen. Lediglich 45 Prozent der Befragten bejahten die Frage nach der Implementierung derartiger Maßnahmen in ihrer Dienststelle. Dabei werden wir nicht nur älter und weniger, unsere Gesellschaft wird auch vielfältiger und individueller. Doch der öffentliche Dienst wird seinem Anspruch, ein Abbild der Gesellschaft zu sein, nicht gerecht. Er verwehrt den Betroffenen Perspektiven und verschenkt im Angesicht von Fachkräftemangel und Pensionierungswelle Potential zur Stärkung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Aus diesem Grund hat der DGB mit dem Schöneberger Forum 2018 „Vielfalt gestalten – Perspektiven bieten, Kompetenzen nutzen“ genau dieses Thema in den Fokus gerückt. Die beiden Veranstaltungstage haben gezeigt, dass die Teilhabe Aller am Arbeitsleben ein anspruchsvolles und doch realistisches Ziel ist. Vielfaltsmanagement ist keine Eintagsfliege. Es ist ein steter Prozess, der regelmäßig überprüft und – wenn nötig – nachjustiert werden muss. Auch das ist eine von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung geteilte Auffassung.

Ihre
Elke Hannack

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2018

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019