Henriette Schwarz, Abteilungsleiterin, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

Foto: Simone M. Neumann

Henriette Schwarz
Abteilungsleiterin, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Tarifrunde ist vor der Besoldungsrunde: Die Tarifeinigung für die Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen sieht ein durchschnittliches Plus von 7,5 Prozent auf 30 Monate vor. Vorbehaltlich der Zustimmung der ver.di-Mitglieder werden die Entgelte zum 1. März 2018 rückwirkend um durchschnittlich 3,19 Prozent, zum 1. April 2019 um durchschnittlich 3,09 Prozent und zum 1. März 2020 um durchschnittlich 1,06 Prozent erhöht. Die Beschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 6 bekommen in 2018 zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro. Für die BundesbeamtInnen hat der neue Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat – Horst Seehofer – die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung in Höhe des Gesamtvolumens angekündigt. Damit will die Regierung eine der wenigen im Koalitionsvertrag zu findenden Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes auf Bundesebene umsetzen. Doch das allein wird nicht reichen, um im Wettbewerb um Nachwuchs und Fachkräfte mithalten zu können. Um mindestens eine Stunde zurück gedreht werden muss die Uhr bei der Wochenarbeitszeit der BundesbeamtInnen. Eine 41-Stundenwoche lässt nur wenig Zeit für das Privatleben und dieser Aspekt wird (potentiellen) Beschäftigten wieder zunehmend wichtiger. Neben monetären Zugeständnissen müssen also auch die übrigen Arbeitsbedingungen stimmen, um den Personalbedarf künftig decken zu können und dem Fürsorgegedanken gerecht zu werden. Schließlich sieht der Krankenstand beim Bund alles andere als rosig aus. Auch hier gilt es viel zu tun, Herr Seehofer.

Gute Unterhaltung!

Quelle: Beamten-Magazin 04/2018

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