Tarifrunde Bund und Kommunen 2018; Bund

Tarifrunde Bund und Kommunen 2018

Mindestens 200 Euro mehr!

Eine Tariferhöhung von sechs Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich: Das ist die zentrale Forderung von ver.di, GEW, GdP und IG BAU für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Mit der Forderungsverkündung Anfang Februar ist der Startschuss für die Tarifrunde Bund und Kommunen 2018 gefallen, in der ver.di auf Gewerkschaftsseite die Verhandlungsführerin ist. Für die 139.000 Tarifbeschäftigten des Bundes sowie dessen 7.000 Auszubildenden verhandelt sie mit dem Bundesinnenminister, für die über zwei Millionen Tarifbeschäftigten der Städte, Gemeinden und kommunalen Betriebe mit dem Präsidenten der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Dr. Thomas Böhle. Drei Verhandlungsrunden sind terminiert: Sie finden am 26. Februar, am 12. und 13. März sowie am 15. und 16. April 2018 in Potsdam statt.

Vier Prozentpunkte beträgt die Lücke zwischen den Löhnen und Gehältern im öffentlichen Dienst und denen in anderen Branchen, wenn man die Tarifentwicklung seit 2000 betrachtet. ver.di fordert eine deutliche Entgelterhöhung für die Beschäftigten, um diese Lücke zu verringern. Außerdem geht es den Gewerkschaften um die Teilhabe der Beschäftigten an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Angesichts eines Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent und hohen Überschüssen in den öffentlichen Haushalten im vergangenen Jahr sowie ähnlich positiven Prognosen für 2018 erwarten sie einen Tarifabschluss, der deutlich mehr beinhaltet als den Ausgleich steigender Verbraucherpreise (2017: 1,8 Prozent).

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen tagtäglich in den verschiedensten Bereichen für einen funktionierenden Staat: Von der Abfallentsorgung, über Grünflächenämter, innere Sicherheit, Kitas, Krankenhäuser, Verwaltung bis zur Wasserversorgung, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Die Gewerkschaften machen in der anstehenden Tarifrunde deutlich, dass diese Aufgaben gut gemacht werden, von guten Leuten – die für ihre Arbeit auch ordentlich entlohnt werden müssen: Weil sie es wert sind.

Die Vorsitzenden der ÖD-Gewerkschaften verkünden ihre Forderungen für die Tarifbeschäftigten.
Foto: GdP/Rüdiger Holecek

Bedeutend sind die Forderungen sowie das Verhandlungsergebnis auch für die knapp 366.000 BeamtInnen, RichterInnen, SoldatInnen sowie 182.000 VersorgungsempfängerInnen des Bundes. Für sie fordern der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung sowie die Angleichung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit von 41 Stunden auf das Tarifniveau von 39 Stunden. Die Regelungskompetenz für die Besoldung der BeamtInnen der Kommunen liegt bei den Ländern, weshalb für sie die Tarifrunde der Länder entscheidend ist. Diese findet im Frühjahr 2019 statt.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2018

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