Alexander Boettcher, Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand; Editorial

Alexander Boettcher
Politischer Referent, Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Liebe Leserinnen und Leser,

sie kennen das sicher, der Produktwerbung von Unternehmen und Konzernen entkommt man nur schwer. Ob im Supermarkt an der Kasse, beim Surfen im Internet, zur besten Sendezeit im Fernsehen oder in der Schule … Moment, in der Schule? Ja, sie haben richtig gelesen. Nachdem fast alle öffentlichen und privaten Kanäle und Zugänge ausgeschöpft sind, um Produkte an die Frau oder den Mann zu bringen, wird zunehmend dazu übergegangen, Kinder dort anzusprechen, wo sie eigentlich zu mündigen Staatsbürgern erzogen werden sollen. Und zwar möglichst früh, möglichst direkt aber auch möglichst subtil. Ob die kostenlose Brotdose zur Einschulung, „aktuelles“ Lernmaterial zu Schwerpunktthemen oder die finanzielle „Unterstützung“ von Schulveranstaltungen. Das Ziel ist immer das gleiche: Werbung und wirtschaftsfreundliche Weltbilder bei Kindern und Jugendlichen. Ein Thema, das schon länger schwelt und das wir im aktuellen Titel in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken: Lobbyismus im Klassenzimmer: „In die Schule gehen alle – in der Schule erreicht man alle“.

Außerdem in dieser Ausgabe: Das Thema Whistleblowing. Nicht erst seit Wikileaks oder Edward Snowden wird über den Umgang mit Hinweisen auf Missstände in Unternehmen, Hochschulen, Verwaltungen, etc. diskutiert, die von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern nach außen getragen werden. Über die moralische Verpflichtung und die rechtliche Situation, insbesondere von Beamtinnen und Beamten, haben wir mit Annegret Falter, Vorsitzende des deutschen Whistleblower-Netzwerks e.V. gesprochen.

Die Redaktion wünscht viel Spaß beim Lesen!

Quelle: Beamten-Magazin 09/2017

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