Schülerzahlen steigen, doch Lehrkräfte fehlen; Baden-Württemberg

Schülerzahlen steigen, doch Lehrkräfte fehlen

An den 4.500 Schulen in Baden-Württemberg gibt es ab diesem Schuljahr 700 Stellen weniger als im Vorjahr. Insgesamt 13 Prozent der offenen Stellen konnten nicht besetzt werden. Betroffenen sind vor allem die Grundschulen mit 33 Prozent und die Sonderpädagogik-Stellen mit 25 Prozent. Die GEW Baden-Württemberg verlangt deshalb ein Umsteuern in der Bildungspolitik und setzt sich für einen sofortigen weiteren Ausbau der Studienplätze für das Grundschullehramt und Sonderpädagogik ein. Im Jahr 2026 werden in Baden-Württemberg 14 Prozent mehr GrundschülerInnen als jetzt die Schule besuchen. Ein Anstieg der Schülerzahlen in den weiterführenden Schulen ist damit ebenfalls vorhersehbar. An Beruflichen Schulen, in den Grundschulen und in der Sonderpädagogik fehlt bereits jetzt Nachwuchs.

Zur Deckung alleine des Bedarfs an den Grundschulen braucht Baden-Württemberg jährlich 1.400 bis 1.500 StudienanfängerInnen. Derzeit gibt es an den Pädagogischen Hochschulen aber nur 1.272 Plätze. Die GEW schlägt als kurzfristige Maßnahmen vor, die Altersermäßigung für Lehrkräfte zu erhöhen und die ständige Lehrerreserve auszubauen.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2017

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