Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Editorial

Foto: DGB/Simone M. Neumann

Elke Hannack
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Liebe Leserinnen und Leser,

„Mehr Respekt!“ – das wünschen sich viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst von den Bürgerinnen und Bürgern, mit denen sie tagtäglich im Kontakt sind. Messerattacken auf Jobcentermitarbeiterinnen und -mitarbeiter oder Steinwürfe auf Polizistinnen und Polizisten sind die erschreckende Spitze des Eisbergs, der stetig zu wachsen scheint. Beschäftigte im Bus- und Bahnverkehr, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsämter aber auch Lehrerinnen und Lehrer berichten immer häufiger über Beleidigungen, Drohungen und körperliche Gewalt, die sie im Dienst erleben.

Am 16. Juni haben wir in Berlin mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesjustizminister Heiko Maas und Beschäftigten über Gegenmaßnahmen diskutiert. Den Betroffenen Gehör zu verschaffen ist wichtig, doch mangelt es daran mancherorts noch. Dabei dürfen sie mit ihren Erlebnissen nicht allein gelassen werden. Zugleich gilt es, die bereits existierenden Konzepte für Gewaltprävention und für den Umgang mit Gewalterfahrung bekannter zu machen. Deshalb stellen wir Ihnen die Ergebnisse der Tagung „Mehr Respekt! Wie mit Gewalt gegen Beschäftigte umgehen?“ in dieser Magazinausgabe vor.

Wir wollen einen Beitrag zur Stärkung des gegenseitigen Respekts im Arbeitsalltag leisten. Dazu gehört auch das Engagement des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner Mitgliedsgewerkschaften gegen Hass und Gewalt in der Gesellschaft und für Toleranz und Hilfsbereitschaft. Für positive Veränderungen braucht es ein Miteinander. Weiter kommen wir hier nur gemeinsam!

Viele Grüße

Elke Hannack

Quelle: Beamten-Magazin 06/2017

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