Digitalisierung und Arbeitshetze; Zahlen, Daten, Fakten

Digitalisierung und Arbeitshetze

DGB stellt Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit vor

Insgesamt 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten nach eigenen Angaben bereits in sehr hohem (30 Prozent) oder hohem Maße (30 Prozent) mit digitalen Mitteln. Welche Belastungen und Entlastungen sind aus Sicht der Beschäftigten für sie damit verbunden? Diese Frage beantwortet die aktuelle Sonderauswertung „Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung bei digitaler Arbeit“ der Repräsentativumfrage 2016 zum DGBIndex Gute Arbeit.

Die Gesamtbilanz lautet: 46 Prozent der befragten Beschäftigten stellen auf Grund der Digitalisierung einen Anstieg ihrer Arbeitsbelastung und nur 9 Prozent eine Verringerung fest. Arbeitsmenge und Zeitdruck nehmen zu. „Die Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung Arbeit nicht automatisch besser macht“, diagnostiziert Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied. Es laufe etwas schief mit der Digitalisierung, wenn die ArbeitnehmerInnen sie nicht als Entlastung, sondern als eine Intensivierung ihrer Arbeit erleben. Der Hebel für eine bessere Arbeitsqualität: der Einfluss der Beschäftigten auf die von ihnen zu bewältigende Arbeitsmenge. Buntenbach betont: „Wenn die Beschäftigten Einfluss darauf nehmen können, treten Arbeitshetze und Co. seltener auf. Der Ausbau individueller und kollektiver Mitbestimmungs- und Beteiligungsmöglichkeiten bleibt der Schlüssel für eine menschengerechte Gestaltung der Arbeitswelt – auch und gerade in Zeiten der Digitalisierung.“

Quelle: Institut DGB-Index Gute Arbeit, Mai 2017

Quelle: Beamten-Magazin 05/2017

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