Arbeitsbedingungen für Musikschullehrkräfte verbessern!; Schleswig-Holstein

Arbeitsbedingungen für Musikschullehrkräfte verbessern!

ver.di kritisiert die Beschäftigungsverhältnisse an öffentlichen Musikschulen im Land. So sind an den 21 öffentlichen Musikschulen in Schleswig-Holstein von insgesamt rund 1.200 Lehrkräften über 800 ohne Sozialversicherung und Tarifrechte als Honorarkräfte beschäftigt. Die Vergütungen sind niedrig, viele Honorarkräfte erhalten nur rund 20 Euro pro Unterrichtsstunde vor Steuern und müssen davon weitgehend ihre soziale Absicherung finanzieren. Altersarmut sei für die meisten vorprogrammiert. „Selbst bei den Lehrkräften mit fester Anstellung liegt die Bezahlung häufig deutlich unter Tarif, obwohl unsere hochqualifizierten Lehrkräfte mit großem Einsatz in wachsenden Arbeitsfeldern wichtige und hervorragende Arbeit leisten“, sagt Natalie Kaufmann, Betriebsratsvorsitzende der Musikschule der Stadt Pinneberg e.V.. ver.di fordert deshalb eine größere Unterstützung der Musikschulen durch die Landesregierung. Notwendig sei ein Musikschulgesetz, das erstens die flächendeckende musikalische Grundbildung mit allgemeinbildenden Schulen und Kitas verzahnt – und zweitens eine bessere finanzielle Ausstattung durch das Land verankert. ver.di hat mit einem Positionspapier alle im Landtag vertretenen Parteien aufgefordert, die Situation in der neuen Legislaturperiode zügig zu verbessern.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2017

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