ver.di fordert Stopp der „Befristeritis“; Bundesverwaltung

ver.di fordert Stopp der „Befristeritis“

Die gute Nachricht: Der Bund stellt seit einiger Zeit wieder mehr Personal ein. Die schlechte: Viel zu oft tut er dies mit Befristung. Betroffen sind alle Bundesministerien, vor allem aber deren nachgeordnete Bereiche. Jetzt protestiert ver.di gegen diese Entwicklung in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin und alle BundesministerInnen. Darin fordern der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper ein Ende der prekären Beschäftigungsverhältnisse. Ohne attraktive Arbeitsplätze mit sicheren Perspektiven drohe der Bund sich personalpolitisch ins Aus zu manövrieren. Befristungen haben in allen Bundesressorts zugenommen. Gegenüber 2007 haben sie sich mindestens verdreifacht. Der Rekord liegt bei 592 Prozent mehr befristeten Einstellungen, in einigen Häusern wird kaum noch unbefristet eingestellt. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Hamburg. Auf massiven Druck von ver.di entschieden Bürgerschaft und Senat, Befristungen weitgehend einzugrenzen. Als Ziele formulierten sie mehr unbefristete Arbeitsverhältnisse und die Umwandlung befristeter in unbefristete Arbeitsverhältnisse. Das Personalamt der Freien und Hansestadt hat diese Beschlüsse mit Wirkung für die hamburgischen Behörden verbindlich umgesetzt.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2017

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