Gleicher Lohn für Frauen und Männer!; Equal Pay Day

Gleicher Lohn für Frauen und Männer!

Frauen müssen noch immer auf durchschnittlich 21 Prozent Einkommen verzichten: Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern verharrt seit Jahren auf hohem Niveau. Der Equal Pay Day – dieses Jahr am 18. März – symbolisiert die Lücke. Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen seit Jahresbeginn im Vergleich zu Männern umsonst.

Anlässlich des Equal Pay Day hielten der DGB, der Deutsche Frauenrat und der Sozialverband Deutschlands (SoVD) am 17. März eine gemeinsame Kundgebung vor dem Brandenburger Tor ab. „Die 21-Prozent-Lohnlücke ist für viele Frauen in Deutschland bittere Realität“, so der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Im Durchschnitt hat eine Frau im Jahr 3.700 Euro weniger Geld im Portmonee als ihr Kollege. Das hat Folgen für die soziale Absicherung bis hin zur Rente.“ Die Bundesregierung müsse endlich den Koalitionsvertrag umsetzen und den Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeitarbeit einführen, forderte Hoffmann. Union und Wirtschaftsverbände müssten ihre Blockade gegen die Weiterentwicklung des Teilzeitrechtes aufgeben. „Vieles von dem, was Frauen für dieses Land leisten, tun sie unbezahlt“, so die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Lisi Maier. Frauen würden täglich gut anderthalbmal so viel Zeit für unbezahlte Sorgearbeit aufwenden wie Männer. „Gemeinsam mit steuerlichen Fehlanreizen führt das dazu, dass Frauen im Lebensverlauf deutlich schlechter gestellt sind“, kritisierte Maier. Edda Schliepack vom SoVD zeigte die Nebenwirkungen von Minijobs auf: „Den größten Teil der weit über sieben Millionen Minijobs in Deutschland besetzen Frauen. Für sie rückt Existenzsicherung in weite Ferne. Es muss endlich Schluss sein mit dieser Niedriglohnpolitik, die Frauenaltersarmut produziert.“

Zum diesjährigen Equal Pay Day setzte der DGB die Entgeltlücke von 21 Prozent zwischen Frauen und Männern mit Objekten symbolisch ins Bild. Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, kritisierte die ungleiche Bezahlung unmissverständlich: „Das ist ein Skandal!“ Foto: DGB/Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Quelle: Beamten-Magazin 03/2017

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