Ersatzbedarf verschlafen?; Bayern

Ersatzbedarf verschlafen?

Mit dem Ende des Schulhalbjahres gingen am 17. Februar in Bayern etliche LehrerInnen in Pension. Seitdem fehlen Lehrkräfte für rund 350 bis 400 Vollzeitstellen an Grund- und Mittelschulen. Laut GEW entspricht das bis zu 11.000 Unterrichtsstunden. Die Gewerkschaft wirft Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) vor, den Personalbedarf nicht zu überblicken. Stattdessen appelliere Spaenle nun an Lehrkräfte, im zweiten Schulhalbjahr bis zu drei Unterrichtsstunden mehr zu arbeiten – mit der Aussicht, diese Mehrarbeit später abfeiern zu dürfen. Die GEW warnt vor einer drohenden Überlastung der KollegInnen und vor Unterrichtsausfällen. Viele Jahre lang habe die Staatsregierung tausende ausgebildete JunglehrerInnen abgewiesen. Die Bildungsgewerkschaft fordert deshalb unter anderem das Aussetzen des sogenannten Lotsensystems, das Grundschullehrkräfte als „Lotsen“ für die Eingangsstufe des Gymnasiums vorsieht. Die damit frei werdenden Stunden könnten sofort zur Deckung der größten Personallücken dienen. Als langfristige Lösung schlägt die GEW vor, Stufenlehrkräfte für mehrere Schularten auszubilden. Das Eingangsgehalt wäre A 13 beziehungsweise E 13 – nach dem Prinzip: gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2017

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