Bildung gestalten statt verwalten; Thüringen

Bildung gestalten statt verwalten

Wie hoch ist der Finanzbedarf im thüringischen Bildungswesen? Und in welchen Bereichen wird besonders viel Geld benötigt? Um diese Fragen drehte sich das „Hopfenberggespräch zum Landeshaushalt“, bei dem die GEW Thüringen am 24. Januar mit Landespolitikern diskutierte. „Bildung kostet Geld, deutlich mehr als der Freistaat Thüringen derzeit dafür aufwendet“, so Kristina Argus, Mitglied des Geschäftsführenden GEW-Vorstandes. Würde das Geld aber jetzt nicht eingesetzt, dann seien die Folgekosten ungleich höher. Baustellen gibt es an Thüringer Schulen einige, erläuterte Bärbel Brockmann, Leiterin der AG Personalrat. Dazu zählen – angesichts steigender SchülerInnenzahlen – die Eingruppierung der Lehrkräfte, die Herausforderungen der Inklusion und die Überalterung vieler Kollegien. Auch bei den Kindertagesstätten fordert die GEW zusätzliche Investitionen in die personelle Ausstattung. Dr. Roman Jaich von der Fernuniversität Hagen stellte seine Studie zum Finanzbedarf des thüringischen Bildungswesens vor. So müsse der Freistaat 738 Millionen Euro zusätzlich einsetzen, um die Vorgaben von OECD, EU und Bund einzuhalten. Die anwesenden PolitikerInnen – unter ihnen auch Finanzministerin Heike Taubert (SPD) – präsentierten unterschiedliche Konzepte, wie der Bildungsstandort Thüringen gestärkt werden kann: Die Vorschläge reichen von Verbeamtung über Höhergruppierung, Lehrplanentwicklung bis zur Studien- und Berufsorientierung. Die GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum kündigte weitere Gespräche zur Bildungsfinanzierung an.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2017

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