Arbeitszeitreport Deutschland 2016; Zahlen, Daten, Fakten

Arbeitszeitreport Deutschland 2016

Anfang Oktober hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erste Ergebnisse des „Arbeitszeitreport 2016“ vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass der Anteil derer, die Überstunden von mehr als 10 Stunden in der Woche haben, im öffentlichen Dienst höher ist als in allen anderen Branchen. Dies führt zu Schlafstörungen und körperlicher Erschöpfung. Auch bei anderen gesundheitlichen Belastungsfaktoren der Arbeitszeit hat der öffentliche Dienst eine unrühmliche Spitzenreiterposition. So ist der Anteil derer, die häufig außerhalb der Arbeitszeit beruflich kontaktiert werden, im öffentlichen Dienst (neben dem Handwerk) höher als in anderen Branchen. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben häufiger eine Änderung ihrer Arbeitszeit als Beschäftigte in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor. Von Sonntagsarbeit sind im öffentlichen Dienst mehr Menschen betroffen als in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor. Dies wirkt sich enorm negativ auf die Work-Life-Balance und die Gesundheit aus. Gleichzeitig sind arbeitszeitliche Faktoren, die sich günstig auf die Gesundheit auswirken, im öffentlichen Dienst schwach ausgeprägt. So haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit Abstand am wenigsten Einfluss auf den Zeitpunkt ihres Urlaubs und der Anteil derer, die nur wenig Einfluss auf die Lage ihrer Pausen haben, ist nur in der Industrie noch ungünstiger verteilt.

Wöchentliche Überstunden nach Wirtschaftsbereichen (in Prozent)

Quelle: BAuA – Arbeitszeitreport Deutschland 2016, S. 162

Quelle: Beamten-Magazin 10/2016

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019