Papierkram bremst Pädagogik; Sachsen-Anhalt

Papierkram bremst Pädagogik

Für alle 70.000 SchülerInnen, die in Sachsen-Anhalt Leistungen der Schulsozialarbeit in Anspruch nehmen, soll zukünftig ein mehrseitiger Fragebogen ausgefüllt werden. „Das würde in erheblichem Umfang Ressourcen binden, die dann nicht mehr für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen verfügbar sind“, kritisierte die GEW-Vorsitzende Eva Gerth. Das Land begründet das Vorhaben mit Vorgaben der EU. Denn das Projekt „Schulerfolg sichern“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Gerth lässt das nicht gelten: „Auch mit anderen – weit weniger aufwendigen – Methoden kann man stichhaltige Aussagen zur Wirksamkeit der Arbeit in diesem Bereich treffen.“ Wenn nur noch diejenigen die Angebote nutzen können, die auch bereit sind, ihre Daten preis zu geben, könnten nach Einschätzung der GEW zudem nicht mehr alle diese SchülerInnen erreicht werden.

Foto: shutterstock.de/racorn

Quelle: Beamten-Magazin 06/2016

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