Flickschusterei des Totalausfalls; Sachsen-Anhalt

Flickschusterei des Totalausfalls

Während in der Landeshauptstadt noch die schwierigen Verhandlungen über die neue Regierungskoalition laufen, gefährden die fortwirkenden Weichenstellungen der alten die Unterrichtsversorgung ab dem Herbst 2016. Zu dieser Einschätzung ist die GEW anlässlich der stets mit dem Beginn des zweiten Schulhalbjahres startenden Vorbereitung des nächsten Schuljahres gelangt. Sie verweist darauf, dass den Schulbehörden durch die Fortgeltung der viel zu niedrigen und unflexiblen  Begrenzung der Neueinstellungsmöglichkeiten die Hände gebunden sind. Sie können daher auf den erkennbaren Mangel an Lehrkräften nicht rechtzeitig mit weiteren Ausschreibungen und Einstellungen reagieren. Im kommenden Schuljahr müsse mit mindestens 2.000 zusätzlichen SchülerInnen gerechnet werden. Doch statt LehrerInnen einzustellen, wird zu Notmaßnahmen gegriffen: Klassen und Lerngruppen werden zusammengelegt, Aufgaben erteilt statt zu unterrichten. Auch das Beaufsichtigen beim Ansehen von Videos und der Einsatz von Pädagogischen MitarbeiterInnen für Vertretungsunterricht gehört zu solchen Notmaßnahmen. „HonorarlehrerInnen“ werden befristet und meist für wenige Stunden in die Schulen geholt. Die GEW kritisiert diese „Flickschusterei“. Sie verringere lediglich den ansonsten drohenden Totalausfall und verschleiere den Qualitätsabbau.

Foto: fotolia.de/TwilightArtPictures

Quelle: Beamten-Magazin 04/2016

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