Zahlenartistik im Südwesten; Baden-Württemberg

Foto: shutterstock.de/Petr Vaclavek

Zahlenartistik im Südwesten

Im Ländle herrscht eine ganz eigene Form der Auswertung von Zahlen. Diesen Eindruck konnte schon bekommen, wer am Abend der Landtagswahl beobachtete, wie eine der Wahlverliererinnen, die CDU, sich selbst einen Auftrag zur Regierungsbildung zusprach. Die Fortsetzung solcherlei Rechenartistik fand Ende März bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2015 statt. Dessen unbestritten positiver Kern besteht darin, dass die Aufklärungsquote von 58,9 auf 60,1 Prozent gestiegen ist. Dass Innenminister Reinhold Gall (SPD) sein Land auch als das „sicherste Bundesland in ganz Deutschland […] nach den bislang vorliegenden Daten“ bezeichnete, war da schon etwas gewagter. Denn drei Länder haben ihre PKS noch nicht vorgelegt. Dass schließlich die erfassten Fälle um 2,2 Prozent stiegen, passt eigentlich gar nicht mehr in eine „Erfolgsmeldung“. Überdies sind Zuwiderhandlungen gegen das Aufenthalts- bzw. Asylgesetz nicht eingerechnet worden. Das ist sachgerecht, wenn es um das für die BürgerInnen relevante Kriminalitätsbild geht. Die massive Zunahme der Arbeit für die

»Die zunehmende Belastung spiegelt sich unter anderem in Millionen von Überstunden unserer KollegInnen wider«

Polizei bleibt dadurch aber unbeleuchtet. „Die zunehmende Belastung spiegelt sich unter anderem in Millionen von Überstunden unserer KollegInnen wider und macht die anhaltend defizitäre Personalsituation deutlich“, hieß es seitens der GdP.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2016

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