Hort statt Herd!; Bayern

Hort statt Herd!

Kaum hatte das Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeld des Bundes verworfen, kündigte der Freistaat ein eigenes Gesetz dazu an. Dieses hat das Kabinett nun auf den Weg gebracht. „Das Betreuungsgeld ist gleichstellungspolitisch der falsche Weg und bildungspolitisch eine Rolle rückwärts“, kommentierte

Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, den Entwurf. Nach Ansicht des DGB solle das Geld besser in den Ausbau und die Qualität der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur investiert werden. „Anstatt endlich verlässliche Strukturen zu schaffen, um allen Kindern die gleichen Chancen auf frühe Bildungsteilhabe zu ermöglichen, werden mit einer Bargeld-Prämie Anreize geschaffen, auf die Bildungsangebote für Kinder zu verzichten“, kritisierte Di Pasquale. Bayern halte daran fest, eine staatliche Leistung für die Nichtinanspruchnahme einer staatlichen Leistung zu zahlen. „Das ist absurd“, so die DGB-Vize.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2015

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