Vertretungsreserve: desaströse Lage; Sachsen-Anhalt

Vertretungsreserve: desaströse Lage

An den Schulen des Landes existiert faktisch keine Vertretungsreserve. Zu diesem Ergebnis kam die GEW durch die Auswertung einer von ihr durchgeführten Befragung der Personalräte. „Die Auswertung bestätigt die schlimmen Befürchtungen, die wir von Beginn des Schuljahres an haben mussten. Schulen ohne Vertretungsreserve sind seit diesem Jahr mehr die Regel als die Ausnahme“, bilanziert Landesvorsitzender Thomas Lippmann. Für mehr als die Hälfte der SchülerInnen stünde keine Vertretung bereit, wenn die reguläre Lehrkraft ausfällt. „Unter diesen Bedingungen kann das Schuljahr nicht weiterlaufen. Die Landesregierung muss sofort den Weg für die Einstellung von zusätzlichen Lehrkräften freimachen. Allein 300 sind notwendig, um nur die schlimmsten Defizite zu beheben“, so Lippmann weiter. Zudem führen die stetig steigenden physischen wie psychischen Belastungen zu einer steigenden Krankheitsquote. Besonders bedenklich sei, dass fast jede zweite Schule am unteren Limit der Stundentafel arbeite. Für die enormen Herausforderungen, mit denen die Schulen konfrontiert sind, ergebe sich so immer weniger Spielraum.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2015

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