Für mehr Partnerschaftlichkeit; Service

Für mehr Partnerschaftlichkeit

Elterngeld Plus

In bundesweiten Umfragen äußern viele Mütter den Wunsch, früher in den Beruf zurückkehren zu wollen. Väter möchten mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Schon seit Einführung des Elterngeldes 2007 sollen die Partnermonate eine partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit fördern. Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren sind, bekommen mit dem Elterngeld Plus nun noch mehr Anreize und Instrumente dafür.

Elterngeld

Auch weiterhin können Eltern – ob Tarifbeschäftigte oder BeamtInnen – den bisherigen Anspruch auf Elterngeld geltend machen. Sie haben einen gemeinsamen Anspruch auf 12 Monate Elterngeld. Dieser kann auf 14 Monate wachsen, wenn jedes Elternteil mindestens zwei Monate aus dem Job aussteigt oder in Teilzeit geht (Partnermonate). Der monatliche Höchstbetrag des Elterngeldes beträgt 1.800 Euro. In voller Höhe besteht der Anspruch auf Elterngeld nur, wenn vollständig auf Erwerbseinkommen verzichtet wird. Ansonsten mindert sich der Betrag durch die Anrechnung des Erwerbseinkommens.

Elterngeld Plus

Bei der bisherigen Regelung wurde auch für einen Monat in Teilzeit ein voller Elterngeldmonat „verbraucht“. Bei Paaren, bei denen eine Person zu Hause blieb und die andere arbeitete, reichte der Elterngeldanspruch 12 Monate lang. Paare, bei denen im Beruf beide auf hälftige Teilzeit gingen, verbrauchten ihren Elterngeldanspruch in 6 Monaten – obwohl sie gemeinsam in gleichem Maße Elternzeit genommen hatten wie das erste Paar. In dieser Situation soll das neue Elterngeld Plus Abhilfe leisten. Beim Elterngeld Plus verdoppelt sich die Bezugsdauer auf maximal 28 Monate. Es wird höchstens bis zur Hälfte des Elterngeldes gezahlt das die Person bei einem vollständigen Ausstieg aus dem Job bekommen würde. Das Dilemma ist gelöst: Wer Teilzeit arbeitet, hat in der Summe der staatlichen Leistungen keinen Nachteil mehr gegenüber KollegInnen, die voll aus dem Beruf aussteigen.

Flexibel kombinierbar

Mütter und Väter können Monate mit Elterngeld und Elterngeld Plus flexibel kombinieren. Das passt zu den Bedürfnissen vieler, nach der Geburt für ein paar Monate voll auszusteigen und dann mit Teilzeit wieder einzusteigen. Auch Alleinerziehenden stehen diese Variationsmöglichkeiten offen.

Partnerschaftsbonus über Partnermonate hinaus

Neben den beiden bisherigen Partnermonaten, die nun ebenfalls in vier Elterngeld Plus-Monate umgewandelt werden können, gibt es den neuen Partnerschaftsbonus. Beide Elternteile können vier zusätzliche Elterngeld Plus-Monate erhalten, wenn sie in diesem Zeitraum gleichzeitig jeweils zwischen 25 bis 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt in Teilzeit arbeiten.

Beantragung des Elterngeld Plus

Elterngeld Plus muss wie das Elterngeld auch schriftlich bei der zuständigen Elterngeldstelle beantragt werden. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld Plus stellen. Der jeweilige Antrag kann bis zum Ende des
Elterngeld Plus-Bezuges geändert werden.

Quelle: Beamten-Magazin 07-08/2015

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