Inklusion: Licht und Schatten; Saarland

Inklusion: Licht und Schatten

Den von der Landesregierung vorgelegten Entwurf der Verordnung zur inklusiven Unterrichtung bewertet die GEW mit gemischten Gefühlen. Begrüßt werden könne insbesondere die Fokussierung auf das gemeinsame Lernen und den damit einhergehenden Paradigmenwechsel. Statt eines Integrationsantrages auf Regelbeschulung müsse künftig ein Antrag auf Sonderbeschulung gestellt werden. Kritisiert wird jedoch der ausgesprochene Finanzierungsvorbehalt, unter welchem die Umsetzung der geplanten Regelungen steht: „Es ist praxisfern, wenn es im Verordnungsentwurf heißt, dass besondere pädagogische und die sonderpädagogische Unterstützung an allgemeinbildenden Pflichtschulen im Rahmen des bisherigen Budgets möglich sei. Das Gegenteil ist richtig: Die Umsetzung des Inklusionsgedankens erfordert eine Erhöhung des Gesamtbudgets“, so Peter Balnis, GEW-Landesvorsitzender. Er befürchtet eine Unterfinanzierung der inklusiven Unterrichtung und deren scheitern. Die GEW fordert deshalb als Sofortmaßnahme zur Bewältigung der zusätzlichen Inklusionsaufgaben die Absenkung der Unterrichtverpflichtung an Grundschulen um mindestens eine Stunde.

Quelle: Beamten-Magazin 07-08/2015

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