Überstundenberg: Millionengrenze überschritten; Berlin

Überstundenberg: Millionengrenze überschritten

»Allein der Überstundenberg beweist ein Personaldefizit im mittleren dreistelligen Bereich«

Die PolizistInnen der Hauptstadt haben im vergangenen Jahr 1.021.933 Überstunden geleistet. Damit stieg die Zahl im Vergleich zu 2013 um 40.518 Stunden. „Allein der Überstundenberg beweist ein Personaldefizit im mittleren dreistelligen Bereich. Und da sind die Unterstützungseinsätze auswärtiger Einheiten noch nicht mit einkalkuliert“, kommentierte die GdP-Landesvorsitzende Kerstin Philipp die Zahlen. Benötigt würden insbesondere zusätzliche Stellen im gehobenen Dienst. Nur so könne den jetzigen Dienstkräften als auch den künftigen KollegInnen eine Perspektive geboten werden. „Vor über 20 Jahren hat die Politik der Polizei die zweigeteilte Laufbahn versprochen, demnach allen Polizisten der Aufstieg in den gehobenen Dienst ermöglicht wird. Doch davon sind wir so weit entfernt wie bei der Besoldung vom Rest der Republik. Tatsächlich gehen Polizisten nach jahrzehntelangem Einsatz als Obermeister in Pension. Es ist ein Armutszeugnis, wie der Senat mit seinen Polizeivollzugsbeamten umgeht“, so Philipp weiter. Bei der Feuerwehr sieht die Lage nicht besser aus. Hier betrug der Überstundenberg mit Abschluss des letzten Jahres 389.571 Stunden. 2013 waren es noch 356.923 Überstunden. Polizei und Feuerwehr geht laut GdP die Luft aus. Deren Landesvorsitzende erwartet, dass die anstehenden Haushaltsberatungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kräftigen Personalzuwachs mit sich bringen müssen. Alles andere sei den BürgerInnen nicht mehr vermittelbar.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2015

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