Beim Fördern allein gelassen; Berlin

Beim Fördern allein gelassen

Die GEW hat zusammen mit der Max-Träger-Stiftung eine repräsentative Studie über die Arbeitsbelastung der ErzieherInnen in Berliner Ganztagsgrundschulen vorgelegt. Als häufigster Belastungsfaktor wurde die unzureichende Personalausstattung genannt. Viele ErzieherInnen gaben an, dass die Anzahl der Kinder mit besonderen Förderbedarfen stark angestiegen sei. Viele ErzieherInnen leiden auch darunter, dass beispielsweise der Ausfall von ErzieherInnen und Lehrkräften die Planbarkeit der täglichen Arbeitsaufgaben erschweren. ErzieherInnen müssen über den gesamten Arbeitstag hinweg permanent für die Kinder präsent sein. In dieser Daueraufmerksamkeit müssen Sie dann simultan verschiedene Arbeitsanforderungen erfüllen. Sie müssen auf verschiedene Kinder in einer Gruppe ganz unterschiedlich eingehen, ad hoc auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren, für die Einhaltung von Zeitvorgaben sorgen und den permanenten Lärm bewältigen. So kommt denn auch die von Prof. Dr. Bernd Rudow durchgeführte Studie zu der Erkenntnis, dass aus arbeitswissenschaftlicher Sicht die Anzahl, die Komplexität und die geringe Planbarkeit der zu erledigenden Arbeitsaufgaben zu hohen psychischen Belastungen führen. Die GEW hat zahlreiche Schlussfolgerungen aus der Studie an die Politik heran getragen. Neben einer veränderten Personalberechnung umfassen
sie auch Fragen der Ausbildung, der Leitung und der Qualitätsentwicklung.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2015

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