Elektronische Verwaltung – mehr als Technik!; Bund

Elektronische Verwaltung – mehr als Technik!

Am 12. und 13. Mai 2015 findet in Mainz der dritte Fachkongress des IT-Planungsrates statt. Das Gremium steuert die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Informationstechnik und im E-Government. Ein Thema: Wie können E-Government-Kompetenzen in der Verwaltung gestärkt werden? Eine Studie im Auftrag des IT-Planungsrates liefert eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Untersucht wurde, inwiefern die bestehenden Bildungsangebote notwendiges Wissen und Fähigkeiten für die digitalisierte Verwaltung vermitteln. Die Auswertung von Studiengängen sowie von Fort- und Weiterbildungsangeboten im öffentlichen Sektor ergab, dass spezifisches Wissen insgesamt nur unzureichend vermittelt wird. Die AutorInnen der Studie unterstreichen, wie wichtig neben dem technischen auch das Wissen über mögliche neue Organisationsformen ist. Die Frage, wie neue digitalisierte Arbeitsprozesse in der Verwaltung organisatorisch umgesetzt werden können, sei aber weitgehend unterbelichtet. Die Verknüpfung von menschlicher Arbeitsorganisation und Technik fehle in doppelter Hinsicht in den Lehrplänen. So weise einerseits mehr als die Hälfte der verwaltungsbezogenen Studien an deutschen Hochschulen keinerlei Bezug zu E-Government oder relevanten IT-Inhalten auf. Andererseits beschränkten sich Studiengänge zum Schwerpunkt E-Government vornehmlich auf die Technik. Hier werde zwar in separaten Kursen auf die besonderen Rahmenbedingungen im öffentlichen Sektor eingegangen, jedoch ohne dass Technik und Verwaltung erkennbar aufeinander bezogen würden.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2015

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