Altersgrenzen für die Pensionierung; Service

Altersgrenzen für die Pensionierung


Die Anhebung der Regelaltersgrenze für BeamtInnen des Bundes und einer Mehrheit der Länder von früher 65 auf zukünftig 67 schreitet seit 2012 schrittweise voran. Auch die besonderen Altersgrenzen für Polizei, Justiz und Feuerwehr werden angehoben. Liegt eine Schwerbehinderung vor, ist ebenfalls ein höheres Alter Voraussetzung für den Eintritt in den Ruhestand. Zwei Jahre nach Beginn der Erhöhung der Altersgrenzen ein guter Zeitpunkt, den aktuellen Stand bei den „Zusatzmonaten“ anzusehen. Das Magazin für Beamtinnen und Beamten stellt die Zahlen vor.

Erhöhung der Regelaltersgrenze

Ab dem Jahrgang 1964 lautet die Regelaltersgrenze für BeamtInnen 67. Für alle Jahrgänge zwischen 1947 und 1963 beträgt die Regelaltersgrenze 65 plus entsprechende Zusatzmonate. Aktuell bedeutet die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze für Beschäftigte die 1949 geboren sind, dass sie bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres und weitere drei Monate arbeiten müssen. Sie können folglich – je nach Geburtsmonat – zwischen April 2014 und März 2015 in den Ruhestand gehen. Für Beschäftigte mit Jahrgang 1950 gelten vier Zusatzmonate. Der Zeitraum für ihren Übergang in die Versorgung erstreckt sich folglich von Mai 2015 bis April 2016. Eine Ausnahme stellt die „45-Jahre-Regelung“ dar. BeamtInnen die 45 Jahre mit ruhegehaltfähigen Dienstzeiten zurückgelegt haben, können abschlagsfrei mit Vollendung des 65. Lebensjahres in den Ruhestand treten. Unter anderem werden hier auch Zeiten der Erziehung eines Kindes bis zu dessen vollendetem zehnten Lebensjahr berücksichtigt.

Besondere Altersgrenzen auch betroffen

Für BeamtInnen mit besonders belastenden Tätigkeiten wie im Polizei- und Justizvollzugsdienst oder im Einsatzdienst der Feuerwehr gelten besondere Altersgrenzen. Diese unterliegen ebenfalls der Erhöhung. Ab Jahrgang 1952 wird die Altersgrenze auf Bundesebene vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Im Jahr 1964 Geborene sind die Ersten, die regulär mit Vollendung des 62. Lebensjahres in den Ruhestand wechseln. In 2015 können – je nach Geburtsmonat – die Jahrgänge 1954 und 1955 pensioniert werden. Sie müssen acht bzw. neun Monate länger arbeiten als vor der Heraufsetzung.

Altersgrenze bei Schwerbehinderung

Bei Vorliegen einer Schwerbehinderung nach § 2 Abs. 2 SGB IX gilt ab Jahrgang 1964 eine Altersgrenze von 65 für eine abschlagsfreie Versorgung, vor 2012 lag sie noch bei 63. Für die Jahrgänge zwischen 1952 und 1963 wird die Altersgrenze ebenfalls in mehreren Schritten angehoben.

Antragsaltersgrenze bleibt

Weiterhin können Beschäftigte auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt werden. Dies ist nach wie vor mit Vollendung des 63. Lebensjahres möglich. Der Versorgungsabschlag von 3,6 Prozent pro Jahr, das man vor Erreichen der geltenden Altersgrenze aus dem Dienst ausscheidet, kann sich aber auf Grund der höheren Altersgrenze auf bis zu 14,4 Prozent summieren. Anders verhält es sich bei der Antragsaltersgrenze für BeamtInnen mit einer Schwerbehinderung. Sie wird ab Jahrgang 1952 schrittweise von 60 auf 62 angehoben.

Grafiken: fotolia.de/JENS

Quelle: Beamten-Magazin 01/2015

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