ver.di: Arbeitsmarktzulage abschaffen; Bayern

ver.di: Arbeitsmarktzulage abschaffen

Im Rahmen seiner Landesfachbereichskonferenz sprach sich der ver.di-Fachbereich Gemeinden gegen die Möglichkeit der Gewährung einer sogenannten Arbeitsmarktzulage aus. Diese Option hat der bayerische Kommunale Arbeitgeberverband seinen Mitgliedsstädten eröffnet. Mit der Zulage in Höhe von bis zu 20 Prozent des monatlichen Entgelts sollen sie so Beschäftigte in Mangelberufen gewinnen bzw. binden können. „Dies ist eine völlig falsche Vorgehensweise“, so Roland Hornauer (Vorsitzender des Landesfachbereichs Gemeinden). Es sei empörend, dass sich die kommunalen Arbeitgeberverbände einerseits jeglichen Verhandlungen über Eingruppierungsverbesserungen verweigern, andererseits aber den Weg frei machen für einseitige, jederzeit widerrufliche Zulagen durch die Kommunen. Die Zulage würde jeglicher tariflicher Grundlage entbehren und unterlaufe zudem den Kommunalen Flächentarifvertrag. Hornauer fordert, dass das monatliche Einkommen verbindlich und einklagbar über Tarifverträge geregelt werden müsse und nicht der willkürlichen Entscheidung der Arbeitgeber je nach Arbeitsmarktsituation, Kassenlage oder Gutdünken überlassen werden dürfe.

Quelle: Beamten-Magazin 11-12/2014

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