Mirjam Muhs, Abteilung Beamte und öffentlicher Dienst beim DGB Bundesvorstand; Editorial

Mirjam Muhs

Abteilung Beamte und öffentlicher Dienst beim DGB Bundesvorstand

Liebe Leserin, lieber Leser,

Beschäftigte, die rechtzeitig auf Risiken, Fehlentwicklungen oder sogar Straftaten in ihrem Arbeitsumfeld hinweisen, leisten ihrem Arbeitgeber und der Gesellschaft wichtige Dienste. Ein verantwortungsbewusster, aus uneigennützigen Motiven handelnder Whistleblower kann einem Unternehmen bzw. einer Dienststelle erhebliche Folgekosten oder Regressansprüche ersparen. Dennoch haftet Whistleblowing häufig noch der Geruch des Denunziantentums an. Anstatt Anerkennung zu erhalten, stoßen Hinweisgeber auf Unverständnis und Ablehnung. Aufgrund mangelnder rechtlicher Absicherung sind sie möglichen nachfolgenden Sanktionen durch Arbeitgeber und KollegInnen weitestgehend schutzlos ausgeliefert. Eine Ursache mag in der hierzulande besonders ausgeprägten Kultur des Betriebsgeheimnisses (bzw. in den Verwaltungen: des Amtsgeheimnisses) liegen. Das vorliegende Heft beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der rechtlichen Situation von hinweisgebenden BeamtInnen, der Rolle, die der Personalrat beim Schutz von Whistleblowern spielen kann, und der Notwendigkeit von Gesetzesreformen, die eine demokratische und angstfreie Kommunikation am Arbeitsplatz fördern.

Im Serviceteil dieser Ausgabe informieren wir über neue Regelungen hinsichtlich der Anerkennung von Kindererziehungszeiten in Rente und Beamtenversorgung. Darüber hinaus äußert sich Volker Beck, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, in einem Gastbeitrag zur Zukunft
des öffentlichen Dienstes.

Mit freundlichen Grüßen
Mirjam Muhs

Quelle: Beamten-Magazin 10/2014

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