Landesklinik drückt Löhne; Berlin

Landesklinik drückt Löhne

Der Aufsichtsrat von Vivantes, Deutschlands größtem kommunalen Krankenhauskonzern, hat umfangreiche Ausgliederungen beschlossen. So sollen therapeutische Dienste, Einkauf, Service, Logistik, Patientenbegleitservice und Reinigungsdienste auf neue Tochtergesellschaften übergehen. Der Aufsichtsrat begründet den Schritt unumwunden mit der Absicht, bei Neueinstellungen eine „branchenübliche Vergütung“ zahlen zu wollen. Mit einer Protestkundgebung vor dem Konzernsitz zeigte ver.di ihren Widerstand. Neben schlechteren Arbeitsbedingungen für Neueingestellte warnte sie davor, dass sich auch für Alt-Beschäftigte die Einkommenssituation perspektivisch erheblich verschlechtert. „Die fortschreitende Spaltung der Belegschaft lässt erkennen, dass bei Vivantes wertschätzender Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine besondere Priorität hat“, kritisierte die Gewerkschaftssekretärin Janine Balder. Auch an der zweiten großen landeseigenen Klinik der Hauptstadt, der Charité, sind alle nichtmedizinischen Dienstleistungen seit Jahren ausgegründet und teilprivatisiert. Kritik an mangelnder Qualifizierung und unrealistischen Leistungsvorgaben unter anderem bei der Reinigung haben dort mehrfach konkrete Sorgen um die Hygiene genährt. So erklärt auch Janine Balder: „Wir befürchten, dass die Zersplitterung von Vivantes mit Qualitätsverlusten für die Patienten einhergehen wird.“

Quelle: Beamten-Magazin 10/2014

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