Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes; Editorial

Elke Hannack
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Liebe Leserin, lieber Leser,

vom 20. Parlament der Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist ein klares Signal ausgegangen: Die deutschen Gewerkschaften bringen sich erfolgreich bei der Gestaltung der Beschäftigungsbedingungen ein. Der gesetzliche Mindestlohn und die Rente nach 45 Beitragsjahren – die so genannte Rente mit 63 – stehen dabei deutlich sichtbar auf der Habenseite. Auch die inhalts- und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Bundesbeamtinnen und -beamten ist ein gewerkschaftlicher Erfolg und hat hoffentlich auch eine nicht nur mahnende Wirkung auf die kommende Einkommensrunde für die Länder (und damit auch die kommunalen Beamten).

Es bestehen aber nach wie vor Herausforderungen: Die Bundesregierung führt in Kooperation mit den Ländern, den kommunalen und gewerkschaftlichen Spitzenverbänden ihre Demografiestrategie fort. Die öffentliche Hand als Arbeitgeber und Dienstherr strebt dabei eine Flexibilisierung der Arbeitszeit an. Arbeitszeitkonten, Sabbatjahre und flexible Ausstiege können einen Beitrag leisten, das Ende des Arbeitslebens gesund erreichen zu können. Die Initiative findet daher grundsätzlich auch gewerkschaftliche Unterstützung, weil die Wirkung der „Rente/Pension mit 67“ damit wieder abgefedert werden kann. Für Flexibilisierung bedarf es aber auch ausreichendenden Raums: Mit 41 Stunden Wochenarbeitszeit wird das schwierig. Zur Arbeitsgruppe, die sich mit dem öffentlichen Dienst befasst, berichten wir auf Seite 7.

Fortgesetzt wird in diesem Heft eine von mir angestoßene Debatte zur Weiterentwicklung des öffentlichen Dienstes. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion Stephan Mayer führt seine Meinung auf Seite 9 aus.

Der Titel des vorliegenden Heftes berichtet vom DGB-Bundeskongress, von dem ein Signal der Geschlossenheit ausging: Wir ruhen uns nicht auf unseren Erfolgen aus.

Mit freundlichen Grüßen

Quelle: Beamten-Magazin 06/2014

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