Unternehmensberater legen Axt an Schweriner Kitas; Mecklenburg-Vorpommern

Unternehmensberater legen Axt an Schweriner Kitas

»Wir warnen ausdrücklich davor , diese Kindertagesstätten in freie Trägerschaft zu geben«

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „PricewaterhouseCoopers“ (pwc) prüft derzeit die Finanzsituation der Landeshauptstadt Schwerin. Dabei steht auch eine Privatisierung der stadteigenen Kita gGmbH zur Debatte. „Wir warnen ausdrücklich davor, diese Kindertagesstätten in freie Trägerschaft zu geben“, positioniert sich Annett Lindner, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern. Ein Angebot zur Kinderbetreuung gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge.

Foto: irisblende

Die maßgeblichen Gesetze fordern eine Vielfalt unterschiedlicher Träger. „Kommunen brauchen entsprechende Mittelausstattung um weiterhin selbst diese Aufgabe zu erfüllen.“ Weitere Auslagerungen von kommunalen Kitas führten dazu, dass diese im Land fast vollständig von der Bildfläche verschwänden. Verlierer der Privatisierung sind nach Ansicht der GEW sowohl Eltern als auch ErzieherInnen. Steigende Elternbeiträge und eine schlechtere Bezahlung der Beschäftigten seien die typischen Folgen. „Das betrifft auch die finanzielle Situation der Erzieherinnen und Erzieher im Land insgesamt“, so Lindner. Denn die Kommunen, die ihre Angestellten nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen DienstVöD bezahlen, hätten immer auch eine Leuchtturmfunktion für die Kitas in freier Trägerschaft.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2014

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