Erholungsurlaub; Service

Erholungsurlaub

Die wichtigsten Fakten

Langsam rücken der Sommer und damit auch die Ferienzeit näher. Die Bestimmungen zum Urlaub für Beamtinnen und Beamte ergeben sich aus den jeweiligen Erholungsurlaubsverordnungen des Bundes (EUrlV) und der Länder. Das Magazin für Beamtinnen und Beamte beantwortet anhand der Bundesregelungen die wichtigsten Fragen rund um die schönste Zeit im Jahr.

Wieviel Urlaubstage stehen mir zu?

Zunächst kann Erholungsurlaub grundsätzlich erst nach Absolvierung einer Wartezeit von sechs Monaten nach der Einstellung in den öffentlichen Dienst beansprucht werden. Der Urlaub beträgt für Beamtinnen und Beamte, die an fünf Tagen in der Woche Dienst leisten, bis zum vollendeten 55. Lebensjahr für jedes Urlaubsjahr 29 Tage und ab Vollendung des 55. Lebensjahres 30 Tage. Im Zuge der aktuellen Besoldungsrunde Bund soll die Altersstaffelung entfallen, sodass künftig allen Bundesbeamtinnen und -beamten ein Anspruch auf 30 Urlaubstage zusteht. Vergleichbare Regelungen gelten in den Ländern. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen orientieren sich noch an der derzeitigen Bundesregelung. Das Urlaubsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Wird nicht während eines gesamten Jahres Dienst geleistet, ist der Urlaubsanspruch anteilig zu berechnen. Für Lehrkräfte gilt eine besondere Regelung. Hier wird der Anspruch auf Erholungsurlaub durch die vorlesungs- oder unterrichtsfreie Zeit abgegolten. Schwerbehinderte Menschen haben einen Anspruch auf fünf zusätzliche Urlaubstage im Kalenderjahr. Auf Bundesebene verfällt der Urlaub, wenn er nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Vollendung des Urlaubsjahres genommen wird.

Wann steht mir Zusatzurlaub zu?

Sind Beamtinnen und Beamte bestimmten Belastungen ausgesetzt, haben sie Anspruch auf zusätzlichen Urlaub. Dies gilt, wenn sie zu wechselnden Zeiten Dienst leisten und im Kalendermonat mindestens zu 35 Stunden Dienst in der Zeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr (sog. Nachtdienststunden) herangezogen werden. Der zusätzliche Urlaub beträgt einen halben Arbeitstag im Kalendermonat. Bei vollendetem 50. Lebensjahr steht ein weiterer Urlaubstag zu und bei vollendetem 60. Lebensjahr sind es insgesamt zwei Tage extra.

Was passiert, wenn ich im Urlaub krank werde?

Wenn Beamtinnen oder Beamte während ihres Urlaubs erkranken und dadurch dienstunfähig werden, können sie die entsprechende Zeit direkt im Anschluss an den ursprünglichen Urlaub oder aber zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Bedingung ist, dass dem Dienstherrn die Dienstunfähigkeit mittels ärztlichem Attest ohne zeitliche Verzögerung gemeldet wird. Der Zeitraum der Nachholung der Urlaubstage muss extra bewilligt werden.

Kann der Dienstherr von mir verlangen, dass ich meinen Urlaub abbreche?

In der EUrlV heißt es dazu wie folgt: „Erholungsurlaub kann ausnahmsweise widerrufen werden, wenn bei Abwesenheit der Beamtin oder des Beamten die ordnungsmäßige Erledigung der Dienstgeschäfte nicht gewährleistet wäre. Mehraufwendungen, die der Beamtin oder dem Beamten durch den Widerruf entstehen, werden nach den Bestimmungen des Reisekostenrechts ersetzt.“ Die verbeamtete Person hat selbst aber auch die Möglichkeit, einen bereits begonnen Urlaub zu unterbrechen, wenn dies aus wichtigen Gründen erforderlich ist. Dies bedarf jedoch der Zustimmung des Dienstherrn.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2014

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