GEW: “Schmalspur-Gerechtigkeit“ bei Lehrerbezahlung; Schleswig-Holstein

GEW: “Schmalspur-Gerechtigkeit“ bei Lehrerbezahlung

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud Wende (parteilos) will befristet beschäftigte Realschullehrkräfte künftig gleich bezahlen. Die Vertretungslehrerinnen und -lehrer an Regional- und Gemeinschaftsschulen sind in unterschiedliche Gehaltsgruppen eingestuft, je nachdem, ob sie auf einer Stelle für Grund- und Hauptschullehrer oder für Realschullehrer arbeiten. Sie sollen nun alle der Entgeltgruppe 13 TV-L zugeordnet werden. Die GEW begrüßt diese Änderung. „Für die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer bedeutet das immerhin mehr Geld im Portemonnaie.“ Von Gerechtigkeit will die stellvertretende Landesvorsitzende Astrid Henke jedoch nicht sprechen. Denn Lehrkräfte in der Laufbahn der Grund- und Hauptschullehrer werden immer noch schlechter bezahlt als ihre Kolleginnen und Kollegen an den Realschulen. Für die gleiche Arbeit verdienen sie laut Henke monatlich rund 300 Euro weniger. „Wer für diese Lehrerinnen und Lehrer keine Lösung anbiete, solle in der Öffentlichkeit lieber nicht, wie die Ministerin von Gerechtigkeit sprechen, sondern nur darauf hinweisen, ein kleines Problem zugunsten einer sehr überschaubaren Gruppe von Lehrkräften gelöst zu haben“, so Henke.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2013

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019