Lehrer arbeiten überdurchschnittlich lang; Sachsen-Anhalt

Lehrer arbeiten überdurchschnittlich lang

Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt arbeiten länger als andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Das stellt der GEW-Landesvorsitzende Thomas Lippmann anhand einer Befragung der GEW zur Lehrerarbeitszeit fest. Die Analyse zeige, dass die Diskussion um eine höhere Unterrichtsverpflichtung, die der Finanzminister immer wieder anstoße, aufgegeben werden müsse. Die GEW ermittelte eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 45 Stunden. Lehrer arbeiten der Erhebung zufolge durchschnittlich ein bis zwei Stunden länger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst. Die Arbeitszeit jeder fünften Lehrkraft liege über der Höchstgrenze von 50 Wochenstunden. Laut GEW würde jede weitere Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung um eine Stunde wegen der Vor- und Nachbereitung etwa eineinhalb Stunden mehr pro Woche bedeuten. Lehrerinnen und Lehrer seien im öffentlichen Dienst auch die Beschäftigtengruppe mit dem höchsten Durchschnittsalter. Lippmann fordert die Landesregierung zu Tarifverhandlungen
über „alternsgerechte Arbeitsbedingungen“ auf. Um Einblicke in den Lehreralltag zu ermöglichen, hat die GEW politisch Verantwortliche zu einem „Tag des offenen Lehrerzimmers“ eingeladen.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2013

mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019