Schleusenwärter kämpfen um Arbeitsplätze; Bund

Schleusenwärter kämpfen um Arbeitsplätze

ver.di und mehrere Bundesministerien – beteiligt sind das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das Bundesfinanz- sowie das Bundesinnenministerium – haben im Konflikt um den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) Gespräche aufgenommen. Daher hat die Gewerkschaft die für Anfang September angekündigten bundesweiten Streiks der Beschäftigten in der WSV vorerst ausgesetzt. Die vorgelegte Erklärung der Ministerien biete Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche, sagte ver.di-Bundesvorstand Achim Meerkamp. So soll das Papier unter anderem Aussagen zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und von Versetzungen gegen den Willen der Betroffenen enthalten. Von einem Durchbruch in der Auseinandersetzung mit dem Bund könne jedoch nicht die Rede sein. ver.di möchte einen Tarifvertrag abschließen, um die Beschäftigten bei der geplanten Umstrukturierung der WSV abzusichern. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der Behörden von 53 auf 34 sinken. ver.di zufolge sind dadurch 3.000 der 12.000 Stellen in der WSV bedroht. Die Gewerkschaft will sich nicht auf die Zusage von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), dass es keine Entlassungen geben werde, verlassen. Rechtssicherheit biete nur ein Tarifvertrag, so ver.di.

Bereits im Juli und August hatten hunderte Schleusenwärter an Flüssen und Kanälen in mehreren Bundesländern gestreikt. Da sich kein Ergebnis in der Auseinandersetzung abzeichnete, wollte ver.di die Streiks ausweiten, um den Druck auf den Bund zu erhöhen.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2013

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