Rückfall in Kleinstaaterei; Gewerkschaften

Rückfall in Kleinstaaterei

Was die Belange der Polizei angehe, sei Deutschland in einem zusammenwachsenden Europa in eine mittelalterliche Kleinstaaterei zurückgefallen, so das Urteil des stellvertretenden GdP-Vorsitzenden Jörg Radek über die Folgen der Föderalismusreform I. Durch diese erhielten die Bundesländer 2006 unter anderem die Kompetenz, die Besoldung und Versorgung ihrer Beamtinnen und Beamten selbst zu regeln. Laut Radek führen die mannigfach ausgestalteten Bezahlsysteme mit immensen finanziellen Unterschieden dazu, dass die Qualität der inneren Sicherheit immer mehr zu einer Frage des Wohnortes werde.

Auf der zweitägigen GdP-Fachtagung in Berlin mit dem Titel „Die föderale Polizei im demografischen Wandel" diskutierten Experten aus Gewerkschaften und Politik sowie Polizeibeschäftigte zudem über die Attraktivität des Berufs „Polizist" und die in Folge des demografischen Wandels zunehmenden Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung. Unter den Teilnehmern fanden sich Polizeibeamtinnen und -beamte aus ganz Deutschland.

V.l.n.r.: Dr. Karsten Schneider (DGB), Bernhard Witthaut (GdP-Vorsitzender), Michael Hartmann (MdB SPD), Ingrid Heckner (MdL CSU) sowie Carsten Köppl (Moderator) diskutieren über die Folgen der Föderalismusreform I und der demografischen Entwicklung.
Foto: Hagen Immel/GdP

Eine ausführliche Berichterstattung ist zu finden unter: www.gdp.de - Nachrichten

Quelle: Beamten-Magazin 05/2013

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