Wütende Beamte auf Mai-Kundgebungen; Bund

Wütende Beamte auf Mai-Kundgebungen

An Kundgebungen der Gewerkschaften für „Gute Arbeit, sichere Renten, soziales Europa" haben sich am 1. Mai zehntausende Menschen beteiligt. In Duisburg machten dabei Beamtinnen und Beamte ihrem Ärger über den Verlauf der derzeitigen Besoldungsrunde Luft. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wurde ausgebuht und ausgepfiffen. Sie zeigte Verständnis für die Wut der Beschäftigten, jedoch habe die Landesregierung den Tarifabschluss für die Angestellten im öffentlichen Dienst nicht eins zu eins für die Beamten übernehmen können. Laut Kraft hätte dies Mehrausgaben von 1,3 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren verursacht. Der DGB Bezirksvorsitzende Andreas Meyer-Lauber konterte: „Bei einer Tarifverhandlung wäre so ein Ergebnis undenkbar. Null Prozent für tausende Beschäftigte über zwei Jahre – so etwas gibt es nicht, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln."

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kundgebungen gehe ein deutliches Signal für das Wahljahr 2013 aus, gab der DGB-Vorsitzende Michael Sommer zu verstehen: „An den Themen der Gewerkschaften, an den Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommt keiner vorbei." Sommer forderte auf der zentralen DGB-Kundgebung in München eine neue Ordnung der Arbeit. „Spätestens nach der Bundestagswahl muss sich grundlegend etwas ändern."

DGB-Vorsitzender Michael Sommer am 1. Mai in München
Foto: DGB/Werner Bachmeier

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock trat in Bonn für feste Arbeitsverhältnisse und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Sie kritisierte die zunehmende Zahl an Minijobs als Armutsfalle und forderte, sie in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2013

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