Empfehlungen für gute Arbeit; Gewerkschaften

Empfehlungen für gute Arbeit

Die GEW hat einen Kodex für „Gute Arbeit in der Wissenschaft" entwickelt. Der sogenannte Herrschinger Kodex ist ein Leitfaden, mit dem sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen verpflichten können, stabile Beschäftigungsverhältnisse und planbare Karrierewege zu schaffen. Die GEW gibt in dem Kodex, dessen Eckpunkte im September 2012 in Herrsching am Ammersee beschlossen wurden, Empfehlungen dazu. Die GEW kritisiert die Zunahme an Zeitverträgen mit immer kürzeren Laufzeiten und unsichere Berufsperspektiven für Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler. Sie fordert diese auf, an ihren Hochschulen und Forschungsinstituten langfristige Perspektiven für einen attraktiven Arbeitsplatz und einen Kodex für gute Arbeit einzufordern.

In der Politik ist dies bereits auf Resonanz gestoßen. So fanden im hessischen Landtag und in der Hamburger Bürgerschaft Expertenanhörungen zum Thema Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft statt. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) möchte die Hochschulen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen zu einem Kodex „Gute Arbeit" verpflichten. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) kündigte an,
über Zielvereinbarungen mit den Hochschulen Mindeststandards für Zeitverträge zu sichern. Grundlage dafür könnten sowohl die 2012 von der Hochschulrektorenkonferenz beschlossenen „Leitlinien für befristete Beschäftigungsverhältnisse" als auch der Herrschinger Kodex sein. Daran zeigt sich der wachsende politische Druck auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen, für gute Beschäftigungsbedingungen zu sorgen und verantwortungsbewusst mit Zeitverträgen umzugehen.

Mehr Informationen:
Eine Broschüre mit dem Herrschinger Kodex kann bei der GEW bestellt werden: christine.sturm@gew.de

Quelle: Beamten-Magazin 01/2013

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