Schere öffnet sich weiter; Service

Schere öffnet sich weiter

Besoldung

Mit der Föderalismusreform I erhielten die Länder weitreichende Gesetzgebungskompetenzen für das Dienstrecht. Am Beispiel Besoldung kann man die Folgen der Föderalisierung gut ablesen. Will man die Besoldung von Bund und Ländern vergleichen, bietet sich die Erstellung eines Rankings an. Für die Leserinnen und Leser des Magazins für Beamtinnen und Beamte hat der DGB die interessanten Zahlen am Beispiel der Besoldungsgruppe A 9 (Jahresbruttobesoldung 2012) aufbereitet.

Spitzenreiter und Schlusslichter

Ein Blick auf das Besoldungsranking zeigt Bayern als Spitzenreiter, gefolgt vom Bund. Dort erhalten Beamtinnen und Beamte der Besoldungsgruppe A 9 jährlich 37.000 Euro bzw. 36.800 Euro brutto. Schlusslichter sind Brandenburg mit knapp 34.700 Euro und Berlin mit einer Jahresbruttobesoldung von 33.400 Euro..

Foto: istockphoto.de/fatido

Arbeitszeit entscheidender Faktor

Allerdings ist das nur das Bild, das sich auf den ersten Blick ergibt. Berücksichtigt man die unterschiedlichen Arbeitszeitregelungen, verschieben sich die Positionen. Staatsdiener in Hessen müssen bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres 42 Wochenstunden arbeiten. Bis Juli 2012 galt dies auch in Bayern. Seit August sind es dort 41 Stunden. Die Kolleginnen und Kollegen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leisten dagegen 40 Wochenstunden Dienst. Im Bund, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind es 41 Stunden. Geht man von einer 40-Stunden-Woche aus, bereinigt man also das Besoldungsranking, dann erhalten Beamtinnen und Beamten in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen am meisten, während Berlin auf Grund der besonders großen Differenz weiterhin Schlusslicht bleibt.

Fortsetzung bei Versorgung

Das zu beobachtende Auseinanderdriften bei der Besoldung setzt sich in der Versorgung fort. Das Einkommen, das Versorgungsempfängerinnen und -empfänger mit Beginn des Ruhestands erhalten, wird sich folglich in Abhängigkeit vom jeweiligen Land ebenfalls weiter differenzieren.  Das Magazin für Beamtinnen und Beamte wird in regelmäßigen Abständen über die Folgen der Föderalisierung des Dienstrechts berichten.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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