GEW: Minister missachtet Leistung von Lehrern; Sachsen-Anhalt

GEW: Minister missachtet Leistung von Lehrern

Die GEW protestiert gegen Äußerungen von Sachsen-Anhalts Finanzminister zur Effizienz der Lehrerarbeit. „Es ist ein starkes Stück an Ignoranz, wenn Finanzminister Jens Bullerjahn behauptet, dass in Ländern mit weniger Lehrern die Ergebnisse an den Schulen nicht schlechter seien als in Sachsen-Anhalt“, empörte sich der Landesvorsitzende Thomas Lippmann. Die GEW verwahre sich „gegen diese Missachtung der Leistung von Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen“. Diese in der Debatte um Stellenabbau und eine längere Arbeitszeit herangezogenen Behauptungen erzeugten zunehmend Unmut, Demotivation und Protest. Jens Bullerjahns Vorhaben, die Arbeitszeit anzuheben, entspräche laut GEW bei einer Stunde pro Woche einer Gehaltskürzung von vier Prozent. Sie bezeichnet dies als „übles Dankeschön an eine Lehrerschaft, die dem Land 15 Jahre lang durch Vergütungsverzicht geholfen hat, den Schülereinbruch zu bewältigen“. Die Berechnungsgrundlage für sein Abbaukonzept habe der SPD-Minister bis heute nicht nachvollziehbar offengelegt. Das Ziel von 18 Bediensteten je 1.000 Einwohner habe er nicht den einzelnen Bereichen des Landesdienstes zugeordnet. So bleibe die Situation unübersichtlich genug, um sich weiter bei der Bildung und den Lehrkräften bedienen zu können, mutmaßt Lippmann.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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