Streikende Lehrer wollen Generationenwechsel einleiten; Sachsen

Streikende Lehrer wollen Generationenwechsel einleiten

Mit weiteren Warnstreiks haben sächsische Lehrerinnen und Lehrer ihre Forderung nach einem Demografie-Tarifvertrag bekräftigt. An drei aufeinanderfolgenden Streiktagen beteiligten sich in Dresden und im Raum Chemnitz und Leipzig im November rund 20.000 Menschen – das sind nach Angaben der Initiatoren von GEW und „DBB-Beamtenbund und Tarifunion“ 75 Prozent der aufgerufenen Tarifbeschäftigten an Schulen. „Seit zwei Monaten bieten wir der Landesregierung an, bei der Gestaltung des Generationenwechsels in den Lehrerzimmern mitzuwirken. Doch Finanzminister Georg Unland ignoriert das hartnäckig“, beklagte sich die GEW-Landesvorsitzende Sabine Gerold. Die Gewerkschaften wollen neue Regelungen zur Altersteilzeit erreichen, die es ermöglichen, junge Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. An allgemeinbildenden Schulen seien die Lehrer im Durchschnitt 50 Jahre alt. Am ersten Warnstreik im September hatten sich 15.000 Menschen beteiligt. Die Streikenden fordern auch eine bessere Bezahlung. Die GEW will für angestellte Lehrer bundesweit eine einheitliche Tarifregelung mit einer höheren Eingruppierung erreichen. Sächsische Lehrkräfte würden im Bundesvergleich am schlechtesten bezahlt, sagte GEW-Hauptvorstandsmitglied Ilse Schaad.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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