Gold für Einsatz gegen prekäre Beschäftigung; Michael Kröll; Gastbeitrag

Gold für Einsatz gegen prekäre Beschäftigung

Deutscher Personalräte-Preis 2012

Der Personalrat Schulen Bremen erhielt den diesjährigen Deutschen Personalräte-Preis in Gold. Mit dem Abschluss von zwei Dienstvereinbarungen konnte das Gremium deutliche Verbesserung bei der Entlohnung und den Arbeitsbedingungen für Pädagogische Mitarbeiter/innen, Vertretungslehrkräfte sowie Küchenpersonal erreichen. Gewürdigt wurde damit vor allem der Einsatz gegen prekäre Beschäftigung. Der „Deutsche Personalräte-Preis 2012" ist eine Initiative der Zeitschrift „Der Personalrat" und wird gemeinsam mit dem DGB-Bundesvorstand
und in Kooperation mit der HUK-COBURG vergeben. Preiswürdig sind Initiativen und Projekte, die beispielhaft sind für den Einsatz von Personalräten, wenn es etwa um die Bewältigung von Krisen oder die Erhaltung und Schaffung von vollwertigen Arbeitsplätzen geht. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Gewerkschaften, Wissenschaft und ausgewiesenen Praktiker/innen traf dazu in diesem Jahr eine Auswahl aus über 40 eingereichten Projekten.

Die Auszeichnung in Silber erhielt der Gesamtpersonalrat beim Staatlichen Schulamt Frankfurt am Main. Die Personalvertretung kümmert sich seit Jahren engagiert um Arbeits- und Gesundheitsschutz. Als herausragendes Beispiel für ihr Engagement wurde jetzt die vom Gremium initiierte und durchgesetzte Dienstvereinbarung Mobbing gewürdigt. Der Deutsche Personalräte-Preis in Bronze ging an den Hauptpersonalrat Berlin. Die Personalvertreter wehrten sich erfolgreich gegen nachteilige Stufenzuordnungen und geplante Herabgruppierungen zu Lasten der Beschäftigten.

  

Michael Kröll
Foto: Micika Mrkus

Ergänzend zu den „Edelmetall"-Ehrungen wurde ein HUK-COBURG-Sonderpreis an den Personalrat Städtische Friedhöfe München vergeben. Dieser hat erfolgreich ein Gesundheitsprojekt gegen psychische Belastungen durch den täglichen Umgang mit Tod und Trauer implementiert. Die Streichung von Fahrtkosten durch den Arbeitgeber zur auswärtigen Berufsschule wollten die Azubis der Stadt Nürnberg nicht hinnehmen. Die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung mobilisierte dagegen und verhinderte so eine massive finanzielle Belastung für die Jugendlichen. Dafür erhielten sie den Sonderpreis der DGB-Jugend.

Unter dem Motto „Initiativen für Beschäftigte" soll der Preis in 2013 an besonders aktive Personalräte verliehen werden. Weitere Informationen dazu unter www.deutscherpersonalraete-preis.de.

Michael Kröll
Redaktion Der Personalrat

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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