Zuzahlung bei Arztbesuchen entfällt; Bund

Zuzahlung bei Arztbesuchen entfällt

Auch Beamtinnen und Beamte des Bundes sollen keine Praxisgebühr mehr zahlen müssen. Die Zuzahlung in der Beihilfe wird laut Bundesinnenministerium abgeschafft. Für gesetzlich Krankenversicherte entfällt ab 2013 die Praxisgebühr von 10 Euro je Quartal bei Arztbesuchen. „Gut, dass der Eigenbehalt in der Beihilfe für Beamtinnen und Beamte des Bundes ebenfalls entfallen soll", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Dies sei eine gute Nachricht angesichts zahlreicher Einschnitte bei den Beihilfeleistungen in den vergangenen Jahren.

Seit der Einführung der Praxisgebühr 2004 werden Beamtinnen und Beamten für ärztliche Leistungen zehn Euro pro Quartal von den erstatteten Kosten für ihre gesundheitlichen Aufwendungen abgezogen. Eigenbehalte gibt es zum Beispiel auch bei Arzneimitteln und Krankenfahrten. Dadurch spart der Dienstherr bei den Ausgaben für Krankheitsfälle, Pflege und Geburt.

„Der DGB hat sich immer wieder gegen die Praxisgebühr und die Übertragung auf die Beihilfe ausgesprochen", rief Sehrbrock in Erinnerung und forderte: „Da sie jetzt wegfällt, muss folglich auch der Eigenbehalt gestrichen werden."

Neben der Abschaffung der Praxisgebühr sind auch verbesserte Leistungen in der Beihilfe geplant. Die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung anerkannte ambulante neuropsychologische Therapie wird auch in die erstattungsfähigen Leistungen der Beihilfe aufgenommen. Beihilfeberechtigte pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen dürfen Verbesserungen durch die Übertragung des Pflegeneuausrichtungsgesetzes auf das Beihilferecht erwarten. Sie erhalten höhere Beihilfe in den Pflegestufen I und II und können auch Kosten für die häusliche Versorgung erstattet bekommen, wenn sie keiner Pflegestufe zugeordnet sind.

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2012

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